Finanzkrise – Hintergründe, Fakten und Ratschläge

Krise weltweit

Aus Sorge um die finanzielle Stabilität der Welt befinden sich die Zinsen weltweit auf einem historischen Tief. Treibende Kraft ist hie die US-Notenbank Fed, die sich eigentlich um die US-Binnenkonjunktur kümmert. Doch die Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 hat alles verändert. Bis dato betrug das US-amerikanische Exportvolumen weniger als zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) und die einheimische Bevölkerung konsumierte fleißig.

Der Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers brachte dieses Konsummodell zum Einsturz. Die inländische Nachfrage ging stark zurück und die USA musste die Exporte ankurbeln. Das gelang – 2014 nahmen sie 14 Prozent des BIPs ein. 2015 kam der Einbruch und die US-Notenbank sah sich auch angesichts der schwächelnden Binnenkonjunktur zum Handeln gezwungen. Die vor 2008 in den Vereinigten Staaten praktizierte hohe Privatverschuldung dank billiger Kredite wird nun wieder gefördert. So will die Fed vorbereitet sein auf eine etwaige Finanz- und Wirtschaftskrise, die aus China und anderen Schwellenländern auf die ganze Welt überzuschwappen droht. Das wäre dann die dritte große Krise innerhalb eines Jahrzehnts, die weltweite Auswirkungen hätte. Mit den Spekulationsblasen durch die riesigen Liquiditätsspritzen, die Nullzinspolitik der USA und den politischen Problemen in Europa braut sich hier etwas zusammen, das aktuell kaum jemand zu überblicken vermag.