Finanzkrise – Hintergründe, Fakten und Ratschläge

Nahrungsmittelversorgung der Industrieländer auf Kosten der Entwicklungsländer

Seit Menschen auf unserer Erde leben, benötigen sie auch mehr oder weniger viele Nahrungsmittel, um existieren zu können. Im Laufe der Geschichte ist die Nahrungsmittelversorgung auf Grund der Erfindungen in der Technik und im Bereich von Technologien immer einfacher geworden. In unseren Breitengraden, in Europa gibt es bei bestimmten Nahrungsmitteln sogar eine Überproduktion. Diese Produkte, die die Bevölkerung hier nicht verbraucht, können exportiert werden und kommen der Bevölkerung anderer Länder zugute.

Brot für die Welt

Nahrungsmittelversorgung – © drubig-foto – Fotolia.com

Raubtierkapitalismus gierig nach Profit

Allerdings ist das Gesetz des Raubtierkapitalismus, das Profitmaximierung um jeden Preis beinhaltet, oft noch ein großer Hemmschuh. Nahrungsmittel werden nicht selten sogar vernichtet, um die Preise hoch zu halten und Gewinne zu garantieren. Statt den ärmeren Völkern Nahrungsmittel zu kommen zu lassen, damit auch diese eine gute Nahrungsmittelversorgung genießen können, werden Nahrungsmittel vernichtet – z.B. Milch ins Meer geschüttet und Weizen verbrannt. Leider ist es heute sogar so, dass große Konzerne und Banken Millionen Hektar von Land in Afrika, Asien und in Lateinamerika billig aufkaufen und damit der Landesbevölkerung ihre Grundlagen zu Nahrungsmittelversorgung entziehen. Auf diesem Land werden häufig Mais, Raps, Soja, Zuckerrohr angebaut, allerdings in Monokultur. Der Regenwald und andere Wälder werden gerodet, um weiteres Land für diese Monokultur zu erobern. Die Produkte dieser Erde werden allerdings dann auch nicht dafür verwendet, den Menschen Nahrungsmittel zu kommen zu lassen, sondern für Futtermittelherstellung für Viehzucht oder um Rohöl und Biotreibstoffe zu produzieren. Um Biotreibstoffe zu produzieren wird ein so hoher Aufwand betrieben, dass die Bevölkerung der ausgebeuteten Landstriche hungert und sogar massenhaft verhungert.

Zeit für ein Umdenken der Industrienationen

Hier muss dringend ein Umdenken und Umsteuern einsetzen. Der CO2 Ausstoß darf nicht auf Kosten der Entwicklungsländer reduziert werden. Auf Kosten des überwiegenden Teils der Menschheit führen die Menschen in den hoch entwickelten Ländern genau das Leben weiter wie bisher. Das ist ein Verstoß gegen die Menschenrechte. Statt der Ausbeutung der wenig entwickelten Ländern müssen völlig neue Energiequellen erschlossen werden, die Infrastruktur in den ärmeren Ländern muss entwickelt werden und gemeinsam müssen neue Lösungen zum Wohl der gesamten Menschheit gefunden werden.