Finanzkrise – Hintergründe, Fakten und Ratschläge

Eurokrise

Die seit 2009 andauernde Eurokrise ist eine Kombination aus Finanzkrise, Staatsschuldenkrise und Bankenkrise. In einigen Ländern der Eurozone kam es durch eine gesteigerte Kreditaufnahme zu einer hohen Inflation, die von der heimischen Finanzpolitik nicht in den Griff zu bekommen war. Das Resultat: eine enorme Staatsverschuldung. Die Eurokrise wurde durch die weltweiten Auswirkungen der US-Immobilienkrise von 2007 verstärkt.

Zunächst versuchte die Europäische Union, die Eurokrise mit so genannten Rettungsschirmen aufzuhalten. Dabei handelt es sich um einen Garantierahmen für Kredite, die Ländern wie Griechenland, Portugal, Italien, Spanien und Irland zur Verfügung gestellt wurden.

Europa muss sich positionieren

Aus der Eurokrise haben sich existenzielle Fragen für die EU entwickelt. Wie soll mit überschuldeten Staaten umgegangen werden und inwiefern darf und muss die Politik die Finanzmärkte kontrollieren und regulieren.

Auffällig sind die Parallelen zur deutschen Krise im Jahr 1931. Während man diese lange Zeit als Bankenkrise betrachtete, änderte sich das Mitte der 1970er-Jahre. Nun stufte man die Ereignisse von damals als Währungskrise ein. Am wahrscheinlichsten und der aktuelle Stand der Analyse ist eine Kombination aus beidem.

Zwar sind die Reaktionen der Finanzpolitik auf die Krise heute besser als damals, aber keinesfalls effizient. Auch jetzt konnten Banken mit wenig Eigenkapital riskant investieren. Ende offen …