Finanzkrise – Hintergründe, Fakten und Ratschläge

Bewässerung, Klimawandel und Verknappung der Agrarflächen

Das Wasser wird immer knapper. Erst kürzlich haben sich Bergbauern zu einer weiteren Bezirkstagung des Südtiroler Bauernbundes zusammengesetzt. Ein Hauptthema auf der Tagung war der Wassermangel, der die Bewässerung der Bauern stark erschwert. Während man im Tal verzweifelt auf Niederschläge wartet, steht den Bergbauern das Wasser oft bis zum Hals. Grund: die schmelzenden Gletscher in allen Bergregionen. Ernteausfälle gab es in beiden Bereichen, denn nicht nur zu wenig Wasser ist schlecht für den Anbau, auch zu viel Wasser ist nicht positiv.


Laut Regierung muss ein Wassernutzungsplan her. Langfristig werden allerdings Dürren erwartet, nicht nur im Tal, sondern auch in den Bergen. Denn die Gletscher werden in 50 bis 100 Jahren komplett verschwunden sein, somit ist die Wasserversorgung in den Bergen nicht mehr gewährleistet.

In der Südtiroler Region Vinschgau, die am niederschlagsärmsten ist, soll mit einem Wasserspeicher das Problem zu einem Teil gelöst werden. Hauptaugenmerk wird dabei auf die Trinkwasserversorgung gelegt und schließlich der Bewässerung der Ackerflächen. Nicht nur die Bewässerung wird zunehmend problematisch durch den Klimawandel, viele Länder haben durch die Bevölkerungsexplosion neue Probleme dazu bekommen, nämlich die Verknappung der Agrarflächen, um die gestiegene Nachfrage der Bevölkerung zu decken.

Mit eigenen Mitteln könnte man nur noch mit sehr hohen Kosten ausreichend Lebensmittel zur Verfügung stellen, um die eigene Bevölkerung zu ernähren. Asiatische und arabische Länder haben für das Problem nun einen Lösungsansatz gefunden, der allerdings noch nicht komplett ausgereift ist. Sie mieten oder kaufen in unterentwickelten Ländern auf dem ganzen Globus Ackerland. Der südkoreanische Großkonzern Daewoo Logistics hat beispielsweise 13.000 Quadratkilometer Ackerland auf Madagaskar gepachtet, eine Fläche in etwa von der Größe Schleswig-Holsteins, und möchte dort Mais und Palmöl anbauen. Während die investierenden Länder überzeugt davon sind, dass es sich um eine Win-Win-Situation handelt, sehen Experten der UNO diese Aktion eher kritisch.

Auf der Hand liegt natürlich, dass die schlechter gestellten Länder damit finanziell unterstützt werden, dort Arbeitsplätze geschaffen werden und auch wieder Ackerbau in hohem Maße betrieben wird, der sich mit Sicherheit positiv auf das Land an sich auswirken wird.