Finanzkrise – Hintergründe, Fakten und Ratschläge

Agrarrohstoffe – Bedarf an Rohstoffen steigt stetig

Agrarrohstoffe bezeichnen Rohstoffe aus landwirtschaftlicher Produktion, die als Nahrungs- oder Futtermittel sowie als nachwachsende Rohstoffe verwendet werden. Im Nahrungs- und Futterbereich sind dies vor allem Getreide wie z.B. Reis, Mais, Weizen und Roggen, Hackfrüchte wie z.B. Kartoffeln, Zuckerrübe und Zuckerrohr sowie Raps, Erdnuss, Ölpalme und Soja, die zu den Ölpflanzen gehören. Manche dieser Rohstoffe werden auch für andere Zwecke wie z.B. Energiegewinnung verwendet, wo jedoch häufig Biomassepflanzen, besonders schnellwachsende Hölzer verwendet werden.

Rohstoffspekulanten sehen große Chancen und vermuten hohe Renditen mit dem Handel von Rohstoffen bzw. sogenannten soft commodities. Die Nahrungsmittelpreise werden beispielsweise durch die zunehmende Verknappung, verursacht durch knappe Agrarflächen, stetig steigende Weltbevölkerung und durch den Klimawandel, in Zukunft steigen. Dem Problem der Knappheit der Agrarrohstoffe, die als Nahrungs- und Futtermittel sowie zur Energiegewinnung dienen, muss mit intelligenten und nachhaltigen Methoden entgegengewirkt werden.

Landflucht schadet der Landwirtschaft

Ein weiteres Problem der Landwirtschaft ist die Landflucht. Viele junge Menschen wandern vom Land in Ballungszentren, weil sie dort höhere Arbeitsplatzchancen vermuten. Eine Möglichkeit die Landwirtschaft zu stärken und die Zahl der Junglandwirte, die erfolgreich einen Hof bewirten, zu steigern wären z.B. finanzielle Anreize seitens des Staates. Ein Landwirt sollte die Perspektive vorfinden mit den Einnahmen des eigenen Hofes sich und seine Familie gut ernähren zu können.

Monokulturen beherrschen die Agrarflächen

Überschwemmungen und Dürrekatastrophen hervorgerufen durch den Klimawandel, vernichten in manchen Regionen ganze Ernten. Die industrialisierte Landwirtschaft treibt dieses Problem durch resistente Kulturpflanzen weiter voran. Monokulturen mögen im Ertrag höher sein und spezielle Züchtungen überstehen auch Dürreperioden, dennoch wirken sich Monokulturen auch negativ auf die Anbaufläche aus. Zudem drückt die Massenproduktion die Preise – was den Konsumenten freut aber den Produzenten, gerade kleinen Bauern die Existenz kosten kann. Es gibt genügend lokale und natürliche Pflanzen, die für gewisse Regionen geeignet sind – ohne spezielle Züchtung. Das Wissen und die Traditionen der Kleinbauern sollte nicht zum Wohl der Industriewelt ignoriert werden. Es gilt also ein gesundes Maß zwischen industrieller und traditioneller Landwirtschaft zu finden. Neben Monokulturen sind auch die Stickstoffdüngung sowie die Treibhausgasemission durch Tierhaltung schädlich für die Umwelt.

Bedarf an Rohstoffen ist hoch

Manche asiatische und arabische Länder sind kaum noch in der Lage, ausreichend Lebensmittel für ihre wachsende Bevölkerung zu produzieren. Einige von ihnen haben bereits eine ausgefallene Lösung für ihr Problem erarbeitet. Es soll Ackerland in unterentwickelten Ländern auf der ganzen Welt gekauft werden. Damit soll aber nicht nur das Problem der mangelnden Flächen im eigenen Land gelöst werden. Die unterentwickelten Länder sollen auch Vorteile daraus ziehen. Zum einen wird brach liegendes Ackerland wieder bestellt und genutzt, was für die Zukunft die dortige Landwirtschaft wieder antreiben könnte. Des weiteren werden in diesen Ländern potentielle Arbeitsplätze geschaffen. Doch auch hier muss auf eine Balance zwischen Effizienz und nachhaltiger Landwirtschaft geachtet werden.