Themen-Spot:
Geldanlage während und nach der Krise
Geldanlageformen gibt es viele: Anleihen, Aktien, Fonds und Immobilien. Welche Form wird aber die sicherste sein, wenn es zum großen Crash kommt?
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Finanzkrise- neue Blüten auf kahlem Boden
Das neue Jahrtausend steht im Blickfang der Finanzkrise. Börsen erschüttern, die Produktion fährt auf Talfahrt. Damit verbunden ist eine massive Überschuldung der Staatshaushalte. Denn Steuerausfälle durch hohe Arbeitslosigkeit und zunehmende Ausgaben für den Sozialbereich lassen den Haushalt eines Landes schnell in die Knie zwingen. Für diese Staaten zählt ab einem gewissen Punkt nur noch das nackte Überleben. Extreme Sparmaßnahmen werden notwendig, und dies trifft auf den Unmut der Bevölkerung, die sich doppelt bestraft sieht. Jobverlust und soziale Unsicherheit seien nur am Rande erwähnt. Doch wie konnte es soweit kommen, dass die Märkte weltweit so ins Wanken geraten sind?
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Auslöser der Finanzkrise
Bei der Suche nach den Verursachern muss man ein paar Zusammenhänge berücksichtigen. Die Finanzwirtschaft ist eng mit der Realwirtschaft verknüpft. Während die Finanzwirtschaft aber mit potentiellen Gewinnen spekuliert, wird in der Realwirtschaft nur das Geld verdient, welches erarbeitet wird. Folgt man diesem Gesichtspunkt, so hat die Finanzwirtschaft sich massiv übernommen, indem diese hohe Geldsummen in Wirtschaftszweige investiert hatten, dessen Renditeversprechungen nicht gehalten werden konnten. Als bestes Beispiel dient hier der Immobilienmarkt in den USA. Dieser Markt wurde mit hohen Investitionen künstlich aufgebläht. So waren in den USA die Menschen in der Lage sich ein Eigenheim zu bauen, obwohl die dafür benötigten Kredite ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellten. Damit nicht genug, wurde mit diesen unsicheren Krediten unter den Banken und Versicherungen gehandelt. Als die Menschen dann durch Jobverlust oder ähnliches diese Kredite nicht mehr zurückzahlen konnten, kamen die Banken irgendwann auch ins Wanken. Durch den Zwang zum Notverkauf wurden die so entstandenen Immobilien immer preiswerter und verloren somit an Wert. Dies mussten irgendwann die Banken auch in ihrer Bilanz wiedergeben. Dennoch versuchten die Banken dies zu verschleiern, indem sie diese Verluste durch Manipulationen in der Bilanzierung quasi unterm Tisch fallen ließen. Da viele Häuslebauer ihren Kreditverpflichtungen nicht nachkamen, gerieten diese Banken mit ihren Spekulationen zunehmend unter Druck und mussten dann Insolvenz anmelden. Dies brachte auch andere Banken ins Wanken, da diese Massiv in die „faulen“ Geldhäuser investiert hatten. Hier schließt sich der Kreislauf dann wieder. Wenn diese Investmentbanken kein Geld mehr haben, können diese auch nicht mehr in zukünftige Projekte investieren. Und Stillstand bedeutet für die Realwirtschaft den Tod, da sie ebenfalls auf Kredite angewiesen sind. Denn um die Banken vor der Insolvenz zu schützen, werden die bereits vergebenen Kredite an Unternehmen zurückgefordert. Diese müssen sich dann bei der Suche nach neuen Geldgebern mit z.T. höheren Kreditzinsen herumärgern, wenn sie den eine Bank finden, die noch Geld zum investieren hat. Die höheren Zinsen wirken sich negativ auf das Geschäft aus, und somit droht der Jobverlust bei den Mitarbeitern.
Diese Auswirkungen lassen sich nur vermeiden, indem man die Spekulationen der Finanzwirtschaft massiv einschränkt bzw. staatlich kontrolliert. Mit massiven Aktionen versucht die Finanzwirtschaft diese Aktionen zu umgehen, dennoch wird über kurz oder lang nichts anderes übrig bleiben, als dass die Finanzwelt stärker reguliert wird. |

