Goldbestände der Zentralbanken

Länder lagern schon seit Jahren Goldreserven. Früher dienten sie dem Zweck der Deckung von Währungen, auch Goldstandard genannt. Heute jedoch bewahren Länder Gold meist für Krisenzeiten auf, denn Gold verliert kaum an Wert. Durch den Verkauf des Goldes kann das Land zum Beispiel unerwartete Sonderausgaben abdecken oder sich gegenüber Katastrophen absichern.

Goldbestand Bank
Christian Nitz - Fotolia.com

Goldbestände der Zentralbanken sinkt

Die meisten Banken haben ihre Goldbestände in den letzten Jahren verringert. Dafür gibt es zwei Gründe: erstens werden die Goldbestände nicht verzinst, somit erhöht sich der Gewinn, wenn man die Goldbestände in verzinslichem Anlagen schichtet. Zweitens kann man heute die günstig angeschafften Goldreserven zu wesentlich höheren Preisen verkaufen. Die deutsche Bundesbank z. B. kann vollkommen unabhängig das Gold verkaufen oder nicht. Jedoch haben sich die Staaten mit den größten Goldreserven darauf geeinigt, dass man nicht ohne gegenseitige Absprache Gold auf den Markt verkauft – so bleibt der Goldpreis stabil. Denn würden plötzlich alle Banken ihre Goldreserven verkaufen, bräche der Goldpreis zusammen und die Gewinne würden deutlich geringer ausfallen als erwartet. Die Länder mit den größten Goldreserven sind nach Amerika, Deutschland und der IWF (internationaler Währungsfond).

Goldreserven in Deutschland 2010

Die Goldreserven im September 2010 in Deutschland, betrugen rund 3,402,4 Tonnen Gold. Dies entspricht etwa dem Marktwert von 116,1 Milliarden Euro. Zurzeit bringt ein Gramm Gold 34,07 Euro. Diese Menge Gold wird vorwiegend in Barren zu je 12,5 Kilogramm gegossen und wird meist außerhalb von Deutschland, dort wo es entstanden ist, gelagert. Die deutschen Goldbarren lagern vorwiegend in drei großen Banken auf der Welt: in den Tresoren der Federal Reserve Bank of New York, bei der Bank of England in London und der Banque de France in Paris.

Die deutschen Bundesbanken lehnen vor allem aus betriebswirtschaftlichen Gründen das Lagern der Goldbarren ab. Auch da die Transportkosten und die Baukosten von neueren Tresoren sehr teuer ist. Die Bundesbank macht auch mit Goldleihgeschäften Gewinn. So verleiht diese deutsches Gold an internationale Banken. Hierbei geht die Bundesbank das Risiko des Goldverlustes ein, denn Gold kann nicht insolvent gehen, jedoch kann es notleidend werden. In den letzten Jahren kamen Gerüchte auf, das Deutschland nicht mehr frei über das Gold verfügen können oder das die Reserven sich nicht mehr in den Tresoren befinden, dies jedoch wies die deutsche Bundesbank zurück.

 

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